Wissenswertes über Esel

Man kann den Esel zu nichts zwingen. Man kann ihn jedoch sehr gut überlisten! Esel sind tolle und loyale Weggefährten, mit denen man sich gerne verwunschene und ruhige Wanderwege wünscht.

Wir haben hier für Sie ein paar der wichtigsten und interessantesten Informationen über sie zusammengefasst, mit denen Sie schon mal einen ersten Einblick in die große Esel-Welt erhalten können!

 

1) Das mitunter interessanteste an den vierbeinigen Wegbegleitern ist wohl die Schwindelfreiheit! Da sie aus den gebirgigen, kargen, steinigen Steppen Nordafrikas kommen, sind sie gwohnt eine augeprägt Trittsicherheit zu besitzen, sowie die Schwindelfreiheit. Aufgrund dessen wurden sie nach dem Siegeszug der Pferde noch als Lasten- und Reittiere in steilen Bergregionen eingesetzt.

2) Der Magen eines Esels produziert 24 Stunden Säure. Das ist der Grund, weshalb Esel immer etwas knabbern müssen um Magengeschwüre zu vermeiden. Wer bereits schon mit einem Esel gewandert ist, kennt die unzähligen Stopps und die Überredungskünste, um sie weiterbewegen zu können.

3) Damit bleiben wir beim Thema Essen! Grundnahrungsmittel für Esel sind Heu und Stroh, sowie geeignetes (eiweißarmes) Gras, da sie karge und kalorienarme Nahrung aufgrund der Herkunft gewohnt sind. Außerdem kann man in kleinen Mengen hin und wieder eine Karotte oder einen Apfel verfüttern. Esel knabbern auch gerne an der Rinde von Bäumen und Sträuchern und freuen sich auch über Disteln und Brombeerblätter. Zusätzlich kann man den Esel noch mit Kraftfutter versorgen, besondern, wenn er aufgrund einer Krankheit oder des Alters abnimmt. Esel müssen ebnfalls den Mineralienbedarf decken und dies erreicht man am Besten mit einem Salzleckstein. Esel sollten auf keinen Fall Kohl, Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Steinobst (ohne Stein nur in geringen Mengen), Brot!, Zucker, Süßigkeiten, Salzgebäck, Eicheln und Kastanien zu sich nehmen, da dies teilweise zum Tod führen kann.

4) Wenn Esel sich unsicher fühlen, Gefahr verspüren oder gestresst sind, bleiben sie stehen, um die Situation erst einmal abzuschätzen. Sobald sie die Lage eingeschätzt haben, gehen sie weiter. Diese Eigenschaft hat sich in den Köpfen der Menschen als Stur-/ Dummheit festgesetzt. Tatsächlich ist das genaue Gegenteil der Fall. Esel sind sogar schlauer als Pferde! Manchmal muss aber auch der Esel einfach mal durchatmen. Wichtig ist, dass Sie ihm Zeit geben. Er wird im Normalfall von alleine weitergehen.

5) Esel laufen im Durchschnitt mit 3 – 4 km/h eher gemütlicher. Bei unseren Wanderungen werden Sie mit dem gemütlichen Tempo aus dem alltäglichen Stress geholt. Bergab neigen Esel jedoch dazu, schneller zu laufen, teilweise sogar zu galoppieren. Hier ist es nützlich, die Leine locker zu halten oder über den Esel zu legen und stets vor ihm zu laufen und die Arme ausstrecken, damit er nicht an Ihnen vorbeikommt und sie eventuell mit den Packtaschen umrennt. Keine Sorge, solche Infos erhalten Sie jedoch ausführlicher bei den Einweisungen unserer Eselpartner vor Ort!

6) Wie viel können die langohrigen Vierbeiner überhaupt tragen? Sie können etwa ein Fünftel ihres Körpergewichts tragen. Die Größe eines Esels (Stockmaß) wird am Widerrist gemessen. Ein Esel mit einem Stockmaß von 110 cm wiegt etwa 200 kg und kann somit ca. 40 kg Gewicht auf seinem Rücken tragen. Grundsätzlich können die Esel auf unseren Wanderungen 30 – 40 kg Gepäck tragen. Bei kleineren Eseln etwas weniger.

7) Esel kann man etwa ab einem Alter von 4 Jahren zum Tragen des Gepäcks einsetzen. Zu frühes und schweres Beladen der Esel kann zur Biegung des Rückens führen.

8) Aufgrund ihrer Herkunft kommen Esel einige Stunden ohne Wasser aus. Bei den Wanderungen ist es meistens nicht möglich ihnen welches zur Verfügung zu stellen, daher trinken Sie nach der Wanderung mehrere Liter. Sie ziehen sich aber auch viel Flüssigkeit aus den Pflanzen, die sie unterwegs fressen.

9) Kreuzungen aus Eselhengst und Pferdestute bezeichnet man als Maultier, auch Muli genannt. Ist der Vater ein Pferd und die Mutter eine Eselin, so wird die Kreuzung als Maulesel bezeichnet. Weder ein Maultier noch ein Maulesel können jedoch Nachkommen zeugen.

10) Wenn man anderen Leuten von den Eselwanderungen berichtet, denken oder sagen viele von ihnen oftmals „Ach, der arme Esel“. Allerdings wird dabei oft vergessen, dass Esel Nutztiere sind und brauchen Arbeit, sonst würde Ihnen auch langweilig werden, denn sie arbeiten gerne mit und für Menschen. Sie sind da, um Lasten zu tragen, was früher zum Alltag gehörte. Wenn Sie kein Gepäck oder sonstige Lasten tragen, würden sie hauptsächlich nur rumstehen und irgendwann aussterben, da niemand ein Tier zum rumstehen züchtet. Esel sind auch sehr lernfreudig. Meistens reicht es, ihnen einen Befehl wenige Male zu geben und sie merken ihn sich.

11) Auch Esel haben Gefühle und schließen Freundschaften! Befreundete Esel sind einander sehr treu. Es kann sogar vorkommen, dass ein Esel derart um einen verstorbenen Freund trauert, dass er krank wird und stirbt. Es gibt auch enge Freundschaften zwischen Esel und Mensch.

12) Zum Schluss noch ein kleiner Fun-Fact: Die Mahlzeit Burrito ist mexikanisch und bedeutet „Eselchen“. Eine Erklärung greift auf die Ähnlichkeit des Aussehens von Eselsohren und den gefalteten Burrito-Enden zu. Eine weitere Variante vergleicht den Burrito mit dem Paket, das ein Lastenesel auf dem Rücken trägt.

 

Wir hoffen, Sie hatten Spaß beim Lesen und freuen sich nun umso mehr auf eine Eselwanderung!

Sollten Sie weitere Fragen haben, beraten wir Sie gerne!

Eselwandern in Europa

Wandern ohne Gepäck, die Landschaft genießen ohne Stress? Bei Wanderungen von Unterkunft zu Unterkunft (sog. Trekking) oft nicht möglich, da man den schweren Rucksack buckeln muss und froh ist, wenn man endlich ankommt. Wandern mit dem Esel ist aber genau das: stressfrei, ein Genuss und noch dazu ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein!

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